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Autorenmonat – Christin Burger im Interview

 

 

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1. Name, Alter?
Mein Name ist Christin Burger, genannt Börgi, Burgersche, Plot-Burger oder auch Schwarzwaldmädel. Ich bin 40 und werde im Verlauf des Autorenmonats 41 (OMG!!)

2. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon als Kind angefangen und Mini-Romane geschrieben. Dann habe ich es jahrelang aus den Augen verloren. Erst mit über 20 habe ich wieder angefangen, als ich bei einem Theaterstück in Berlin zu Gast war, das extra für Jugendliche einstudiert wurde. Plötzlich wusste ich, was ich will. Habe alles, inklusive einer Ausbildung, stehen lassen und geschrieben. Zum Glück! Es macht mich so glücklich.

3. Woher kommen die Ideen für ein neues Buch?
Aus dem tiefsten Inneren, würde ich sagen. Viele Autoren/innen sammeln ihre Geschichten ja aus dem Alltag. Bei mir tauchen sie eher in Momenten auf, wenn ich alleine bin. Wandere oder schwimme… und plötzlich ist ein Bild da, als würde ich einen Film gucken. Dann schreibe ich alles auf.

4. Wie lange brauchst du für ein Buch?
Im Moment wird einem ja geraten, möglichst schnell möglichst viele Bücher zu produzieren. Ich finde das ehrlich gesagt fatal. Natürlich gibt es Bücher, die runtergeschrieben, korrigiert und veröffentlicht werden können. Aber meiner Erfahrung nach brauchen Geschichten Zeit, um zu reifen. Meine beiden ersten Teile, irgendwann habe ich Teil 1 immer noch überarbeitet und Teil 2 bereits geschrieben, haben zusammen 7 Jahre in Anspruch genommen. Mal sehen, wie lange ich für Teil 3 brauche…

5. Wo schreibst du am liebsten?
Ganz langweilig: In meinem Schreibzimmer. Wann immer ich was anderes versuche, Cafe, Wald, Zug… es funktioniert nicht. Da bin ich zu abgelenkt.

6. Wie kommst du zu deinen Covers? Hast du da immer ein Bild vor Augen und bastelst dann bis es passt oder ist das eher Zufall?
Ich habe ein Bild vor Augen, bin aber absolut unbegabt, das selbst zu gestalten. Deshalb gebe ich das ab und lasse es die machen, die es besser können. Bei Teil 2 hatte ich sehr konkrete Vorstellungen und die wurden fantastisch umgesetzt.

7. Hast du beim Schreiben bestimmte Rituale/Tagesabläufe?
Ich bin ein Morgenschreiber. Wenn ich einen Schreibfluss habe, wache ich von selbst jeden Tag um sechs auf. Kaffee und Obst zum Frühstück und dann tauche ich stundenlang ab… Herrlich!

8. Was liest du am liebsten und liest du auch dein eigenes Buch?
Ich lese querbeet – wenn mich eine Figur packt, bleibe ich dran, egal ob Krimi, Love oder Fantasy. Und ja, ich halte Lesungen, weshalb ich mein eigenes Buch immer wieder selbst lese, also, einzelne Szenen daraus. Am Anfang war das furchtbar, weil ich Sorge hatte, dass es mir nicht gefällt. Mittlerweile finde ich es schön. Als würde man einem alten Freund begegnen…

9. Wenn du dein Leben noch einmal von vorne beginnen könntest, würdest du etwas anders machen?
Mit dem Wissen, was ich jetzt habe? Ja. Ich glaube schon. Ich würde früher schreiben, wobei ich nicht weiß, ob ich dann schon so viel zu sagen hätte. Ich würde mehr vertrauen und nicht ständig versuchen, alles zu kontrollieren, weil ich dann schon wüsste, dass eh keiner meiner ach so tollen Pläne funktioniert 😉

10. Würdest du gerne in einer anderen Welt leben? Vielleicht sogar in der Welt aus deinen Büchern? (falls das Buch in einer anderen Welt spielt)
In meinem Teil 2 stellen sich meine Figuren genau diese Fragen. Sie lernen andere Welten kennen und diskutieren irgendwann darüber, warum man freiwillig auf unserer Erde leben sollte. Mit all den Problemen, die wir ja hauptsächlich selbst verursachen. Zwei meiner Figuren kommen zu einem unterschiedlichen Ergebnis. Die eine entscheidet sich für eine andere Welt, die andere lernt unsere Welt zu lieben. Insofern bin ich wohl zwiegespalten… Ich glaube, ich kann in unserer Welt entspannter leben, wenn ich ab und zu in andere flüchten darf.

11. Beschreibe dich in 3 Worten:
Neugierig. Tollpatschig. Liebevoll.

12. Welchen deiner Charaktere magst du am liebsten und würdest du auch mal gerne im realen Leben kennenlernen?
Grundsätzlich mag ich alle, auch meine Bösen. Weil ich ja immer genau weiß, warum sie Mist bauen. Aber eine meiner Figuren hat sich besonders in mein Herz geschlichen. Die kleine Mila. Sie ist erst sechs und bereits Weltenhüterin. Sie hat ein Auge in ihrer Hand, mit dem sie in andere Welten blicken kann. Sie ist eine Kämpferin und akzeptiert nie, dass sie eigentlich viel zu klein ist für diese Herausforderungen. Die würde ich wirklich gerne mal treffen.

13. Dein Lebensmotto oder Lieblings Zitat?
Das kommt aus meiner Köln-Zeit: Et kütt wie et kütt, und et het no imma jut jejange.

Hier findet ihr Christin Burger bei Facebook. Sie freut sich bestimmt, wenn ihr sie mal besucht.. 😉

Eure Hermine

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