Autoren · Autorenvorstellung

Autorenmonat – Michelle Parker im Interview

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1. Name, Alter?
Ich heiße im wahren Leben auch Michelle, allerdings nicht Parker 😉 Und ich bin (noch) 26 Jahre alt.
2. Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich hab es schon in der Grundschule geliebt und wenig später (so 5.-7. Klasse) meine ersten Geschichten in Notizbücher geschrieben und diese allen möglichen Leuten zum Lesen gegeben. Dann hatte ich eine Phase in der ich fast nur Gedichte geschrieben habe – später folgten Kurzgeschichten. Während der Uni habe ich an kreativen Schreibgruppen teilgenommen und später mit Freunden selbst ein paar Schreibtreffen organisiert. Schreiben war irgendwie schon immer ein Teil meines Lebens. Irgendwann habe ich mich ans Herz gefasst und die Geschichte, die mir seit ich 16 bin im Kopf rumspukte, endlich zu Ende geschrieben. So entstand dann Narbenkuss. 🙂
3. Wie lange brauchst du für ein Buch?
Oha, die Frage ist gemein. Ich brauche ewig. Narbenkuss hat durch die langen Pausen 10 Jahre in der Produktion gesteckt. Dunkler Engel war innerhalb von 3-4 Wochen fertig – allerdings musste ich hier nicht überarbeiten, denn das hat meine Co-Autorin übernommen. Meine neue Geschichte ist fertig geschrieben. Das hat ein Jahr gedauert. Und nun liegt sie so wie sie ist auf meinem Rechner, weil ich die Überarbeitungsphase grauenhaft finde. Oioioi. Ich hoffe ich kann mich noch dieses Jahr dazu aufraffen. Ich sollte meinem inneren Schweinehund mal in den Popo treten. 😉
4. Wo schreibst du am liebsten?
Ich kann eigentlich überall schreiben, solange es um mich herum nicht bombastisch laut ist. Tatsächlich habe ich da gar keinen bevorzugten Ort. Schön finde ich immer, wenn ich mit meinem Freund im Park auf einer Decke sitze, allerdings muss ich gestehen, dass ich diese Zeitfenster meistens zum Lesen anstatt zum Arbeiten nutze.
5. Wie kommst du zu deinen Covers? Hast du da immer ein Bild vor Augen und bastelst dann bis es passt oder ist das eher Zufall?
Für Narbenkuss habe ich ewig gesucht und mir unheimliche viele Bilder dann auch gespeichert und sie mir während der letzten Züge immer und immer wieder angesehen, sodass sich dann irgendwann ein Favourit raus kristallisiert hat. Generell ist einer Geschichte eine Gestalt zu geben für mich immer genauso aufregend wie schwierig. Gleiches beim Titel. Für mich sind das ganz wichtige Entscheidungen, die mich fast in den Wahnsinn treiben. Ich muss mich damit einfach gut fühlen und zufrieden sein, aber ich bin Perfektionist und brauche Zeit, um es für mich perfekt zu machen.
6. Hast du beim Schreiben bestimmte Rituale/Tagesabläufe?
Ganz und gar nicht. Ich sitze oft auf meiner heimischen Couch, aber ich kann genauso gut bei meinem Freund in Darmstadt oder meiner besten Freundin in Essen schreiben. Ich brauche nur meinen Laptop – dann kann es schon los gehen. Wichtig ist nur, dass es einigermaßen bequem ist. 😉
7. Was liest du am liebsten und liest du auch dein eigenes Buch?
Ich lese am liebsten das Genre, in dem ich mich beim Schreiben auch selbst bewege – Fantasy mit romantischen Anteilen. Ansonsten mag ich noch Herzschmerzbücher wie z.B. Mein Herz und andere Schwarze Löcher (natürlich am liebsten mit Happy End) und Dystopien. Meine eigenen Geschichten lese ich höchst ungerne – nicht, weil ich denke, dass sie schlecht sind – ich bin einfach so unheimlich selbstkritisch, dass ich das Lesen in diesem Fall nicht genießen kann. So ging es mir mit meinen eigenen Texten schon immer. Daher ist die Überarbeitungsphase auch immer richtig schlimm für mich und unheimlich zeitintensiv.
8. Wenn du dein Leben noch einmal von vorne beginnen könntest, würdest du etwas anders machen?
Auf dem Weg zur Arbeit ganz genau 50 fahren, damit mich der Blitzer Anfang Mai nicht erwischt hätte. 😀 Scherz. Ganz ehrlich? Keine Ahnung. Es gibt nichts, dass ich wirklich so richtig bereue. Vielleicht, dass ich mich für mein Herzensprojekt für den falschen Verlag entschieden habe. Das tut schon weh. Ansonsten ist mein Leben nicht besonders großartig oder besonders schlecht, aber ich habe davon auch nie etwas anderes erwartet. Bin eigentlich recht zufrieden.
9. Würdest du gerne in einer anderen Welt leben? Vielleicht sogar in der Welt aus deinen Büchern?
Oh Gott, nein! Wenn ich in Celest leben müsste, dann wäre ich innerhalb von ein paar Stunden tot. Obwohl ich mich grundsätzlich nicht als negativen Menschen bezeichnen würde, verbreite ich doch gerne eine „Moll-Stimmung“. Ich finde immer was, an dem ich rummeckern kann, obwohl ich grundsätzlich ganz zufrieden bin. Und in einer ganz anderen Welt? Ich weiß nicht. Ich fahr schon nicht so gerne in den Urlaub, weil die Fremde mir eher Angst macht – bin ein kleines Weichei. 😀
10. Beschreibe dich in 3 Worten: kreativ, strukturiert und zuverlässig? Oioioi…
11. Welchen deiner Charaktere magst du am liebsten und würdest du auch mal gerne im realen Leben kennenlernen?
Da ich meine Charaktere alle selbst erschaffen habe, kenne ich sie quasi alle schon. Ich kenne ihren Werdegang und ihre Eigenschaft und fände es einfach total seltsam, wenn einer davon vor mir stehen würde. Ich wüsste gar nicht, wie ich damit umgehen sollte. Und vor allem hätte ich ein schlechtes Gewissen, dass er sich gerade nicht in seiner Geschichte befindet, um dort seine wichtige Rolle zu spielen. Ich kann ihn doch nicht aus seiner Umgebung reißen – die anderen würden sich Sorgen machen! 😀
12. Dein Lebensmotto oder Lieblings Zitat?
Das Zitat von Monika Minder, das auch die ersten Seiten von Narbenkuss ziert: Leben heißt sich verwunden lassen. Nur so kann man auch Schönes, Tiefes und Wunderbares erleben.
Wer noch mehr über Michelle Parker wissen möchte, kann gerne mal hier bei Facebook bei ihr vorbeischauen.. 😉
Gleich geht’s weiter mit ihren Büchern! 😀
Eure Hermine
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Ein Kommentar zu „Autorenmonat – Michelle Parker im Interview

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