Bücher · Buchvorstellung

Autorenmonat – Preview: „Caleb – Das Flüstern der Zeilen“ das aktuelle Projekt von Michelle Parker

Vorläufiger Klappentext:
Anna hat in ihrem Dasein als Bibliothekarin schon viele Bekanntschaften mit Büchern gemacht. Doch als ihr bei Aufräumarbeiten zufällig ein altes Buch in die Hände fällt, ist es auch für sie etwas ganz besonderes. Denn dieses Buch lebt – irgendwie zumindest. Nachdem sie den ersten Schrecken überwunden hat, offenbart sich ihr schließlich die Wahrheit hinter diesem Mysterium. Caleb wurde vor einer Ewigkeit in eine dunkle Zwischenwelt verbannt und kann jetzt nur noch über diese Buchseiten mit der Außenwelt kommunizieren. Während er Anna erzählt, dass nur die wahre Liebe ihn aus seiner Misere befreien kann, will er in Wirklichkeit nur eines: ihre Seele.
 

Auszug aus dem 1. Kapitel

Dunkelheit – alles verzehrende Dunkelheit. Sie hüllte ihn ein – komplett. Ließ Zeit und Raum vergessen. Tag und Nacht gab es nicht mehr. Alles war gleich. Jede Sekunde, jede Stunde, jedes Jahr. Immerwährende Finsternis war jetzt sein Zuhause.
Einsamkeit – alles einnehmende Einsamkeit. So lange schon hatte er niemanden mehr berührt. Hatte das Gefühl von Haut auf Haut längst vergessen. Gedankenspiele quälten nur. Nun träumte er nicht mehr. Ließ alles verblassen.
Und Kälte – alles vernichtende Kälte. Hatte seinen gesamten Körper eingenommen. War tief in jede Faser davon vorgedrungen. Anfangs zitterte er noch – inzwischen waren sie eins geworden.
Der Tod wäre nicht schlimmer gewesen. Im Gegenteil. Es gab Tage, da hatte er sich danach gesehnt. Er hätte Erlösung bedeutet. Aber das lag nicht in seiner Macht. Er war zur Existenz gezwungen – dieser Existenz. Zumindest, wenn man es so nennen wollte.
Freude? Wärme? Liebe? Ein bitteres Lachen entfuhr seiner Kehle. Worte ohne Bedeutung. Äußere Hüllen, ohne Füllung.
Dunkelheit, Einsamkeit, Kälte – diese drei. Nichts anderes. Und die Erinnerungen. Natürlich. Quälend, zäh und fern – so fern. Die hatten sie ihm nicht nehmen können – bis jetzt zumindest. Aber sie verblassten schon. Nach und nach wurden es weniger. Sie verschwanden in der Dunkelheit – und er selbst verschwand mit ihnen. Erinnerungen an eine Zeit, die er niemals zurück haben konnte. Alles Vergangenheit. Erinnerungen an eine Zeit, die er niemals zurück haben wollte. Zu schlimm. Obwohl sie schmerzten, die guten wie schlechten, waren sie alles, was er noch hatte. Zumindest neben den Gedanken, die ihn an den Rand des Wahnsinns trieben. Fortwährend. Nie Ruhe gaben. Weiterliefen wie ein Uhrwerk. Wie lange eigentlich schon? Jahrhunderte lang. Eine Ewigkeit. Kein Zeitgefühl. Immer das gleiche Spiel. Tick Tack, Tick Tack. Schmerz. Verzweiflung. Wut. Verbitterung. Und am Ende blieb nichts als abgrundtiefer Hass. So entstand das Böse.

Ich muss sagen, das klingt wirklich vielversprechend!! Ich werde es auf jedenfall im Auge behalten.. 😉
 
Eure Hermine
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