Autoren · Autorenvorstellung

Mona Silver im Interview

Tag 13 unseres Autorenmonats

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  1. Name, Alter ?

Mein Name ist Mona Silver, zumindest im Netz und als Autorin. 😉 Ich bin 44 Jahre alt, eine Schnapszahl, die sich nach innen viel jünger anfühlt, als sie nach außen klingt.

  1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Haben nicht alle Vielleser den Gedanken „ich möchte auch mal ein Buch schreiben“? Ich hatte den jedenfalls. Als Jugendliche habe ich mich sogar auch schon mal rangesetzt, aber lange vor PC und Google war das eine ganz schön schwierige Aufgabe. Meine alte Schreibmaschine hat mir fast die Finger gebrochen und Recherche war auch nicht so einfach. Es wurde dann auch kein wirkliches Buch, aber immerhin hat die Mutter einer Schulfreundin es für mich gebunden. Leider ging es im Laufe der Jahre verloren.
Danach habe ich lange nicht geschrieben. Jedenfalls keine Bücher. Trotzdem habe ich nie aufgehört zu schreiben, sei es Artikel für die Firmenzeitung, Texte auf meiner Webseite (damals hatte ich eine Webseite für meinen Kater Jimmy) oder ellenlangen Briefe an meine Lieben, nachdem ich ins Ausland gegangen war.

Mit 40 war es dann soweit. Aus persönlichen Gründen fiel mir das Lesen von Büchern sehr schwer und ich hatte viel Zeit. Und wenn ich schon die Geschichten anderer nicht mehr lesen konnte, dann konnte ich doch auch selbst schreiben! Eine Idee zu einem paranormalen Volk kreiste schon lange in meinem Kopf herum. Also hab ich drauf los geschrieben. Erst mal nur für mich, nicht mal im Entferntesten dachte ich daran, das je zu veröffentlichen. Eine Freundin las in dem Tempo, in dem ich schrieb parallel mit und bestärkte mich dann in der Idee, Verlage anzuschreiben. Und wieder ohne die Erwartung, dass das klappen würde, fand ich den Sieben Verlag, der mein Buch haben wollte. Und so nahm es seinen Lauf.

  1. Woher kommen die Ideen für ein neues Buch?

Also die Grundidee der Bo’othi basierte darauf, dass ich mal etwas anderes lesen wollte als Vampire, Werwölfe, Gestaltwandler… Etwas ganz Neues eben. Geschichten für die Bände der Bo’othi Reihe entstehen immer rund um ein Liebespaar, das in dem jeweiligen Band die Hauptrolle spielen soll. Das erste Buch handelte von Philip und Victoria und war mehr so eine Art Zufallsprodukt, ohne wirkliche Planung. Ich weiß heute noch nicht, woher die Ideen kamen. Sie waren einfach da und entwickelten sich rasend schnell während des Schreibens. Während des Schreibens bekam ich bereits ein Gefühl dafür, welche Liebespaare und Konstellationen auch erzählenswert sein könnten und so notierte ich mir grundsätzliche Ideen für weitere Bände schon recht früh. Im zweiten Band werden es Charlie und Scott sein, die für ihre Liebe kämpfen müssen. Weitere Liebespaare liegen in der Warteschleife. 😉
Für andere Bücher als die Bo’othi weiß ich gar nicht, ob ich je Zeit haben werde, aber Ideen gibt es schon. Wenn auch unausgereift und noch nur in den Kinderschuhen steckend. Die Ideen kommen von überall her, wenn ich eine Dokumentation anschaue, wenn ich durch die Straßen Berlins laufe, wenn ich in der U-Bahn sitze. Irgendetwas beobachte ich immer, das mich zu einer Geschichte inspirieren könnte. Ich muss mich da oft bremsen, weil ich so alt gar nicht werden kann, sie alle aufzuschreiben. 😉

  1. Wie lange brauchst du für ein Buch?

Unterschiedlich. Band 1, Verlorener Stern, war in drei Monaten runtergeschrieben. Damals war ich noch sehr unerfahren und habe das Manuskript im rohen Zustand an den Verlag geschickt. Dass ich da so viel Glück hatte, dass sie es annahmen ist immer noch unglaublich. Beim zweiten Band habe ich mich sehr schwer getan und schließlich nach fast einem Jahr Schreiben festgestellt, das lag daran, dass diese Geschichte nicht in den zweiten Band gehörte. Es musste erst noch etwas anderes erzählt werden, also wurde aus Band 2 Band 3 und mit Band 2 war ich in sieben Monaten fertig. (Kommt noch jemand mit? *lach*)

Band 2 will ich als Selfpublisher rausbringen, dann wird es für mich persönlich natürlich längere Zeit als die reine Schreibzeit in Anspruch nehmen. Im Moment überarbeite ich das Manuskript zum ersten Mal, ziehe lose Fäden zusammen und recherchiere noch Kleinigkeiten, die ich während des Schreibens aufgeschoben habe. Danach geht es ins Lektorat, das Cover muss gemacht werden, Marketing, das Hochladen und Veröffentlichen… Das wird alles Zeit brauchen. Ich schätze, dass ich insgesamt zwischen 12 und 15 Monaten benötigen werde, vom Schreibstart bis zum Moment, in dem das Buch auf dem Markt ist.

  1. Wo schreibst du am liebsten?

Ich habe meinen Esstisch im Wohnzimmer zum Schreibtisch umgewandelt. Hier schreibe ich am liebsten. Ab und zu setze ich mich auch in den Garten, aber ich habe nur selten Sonne und es muss schon richtig heiß sein, wenn ich es da länger aushalten will.

  1. Wie kommst du zu deinen Covers? Hast du da immer ein Bild vor Augen und bastelst dann bis es passt oder ist das eher Zufall?

Da ich beim ersten Buch bereits einen Verlag hatte, hatte ich mit dem Cover nichts zu tun. Da hat man dann auch kein Mitspracherecht. Aber die Designerin Andrea Gunschera macht sehr schöne Cover und ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Damit auch die folgenden Bände zueinander passen, konnte ich Andrea auch für das Selfpublisher-Projekt gewinnen und sie wird auch Charlies und Scotts Cover erstellen. Diesmal habe ich natürlich mehr Mitspracherecht und ich bin gespannt, wie das wird!

  1. Hast du beim Schreiben bestimmte Rituale/Tagesabläufe?

Ich schreibe morgens früh vor der Arbeit. Beim ersten Buch war das noch anders, da schrieb ich immer abends nach der Arbeit, aber irgendwie schaffe ich das nicht mehr. Ich bin müde, habe keine Lust, prokrastiniere was das Zeug hält… Und aus dem Manuskript wurde nichts. Also habe ich den Tagesablauf geändert. Dank Gleitzeit im Job kann ich meine Zeit etwas anpassen und schreibe nun morgens zwischen sechs und halb acht. Kurz nach acht bin ich dann im Büro, nachdem ich eine ordentliche Anzahl Worte aufs Papier (oder den Monitor) gebracht habe und fühle mich toll, weil ich so fleißig war. 😉 Nachmittags nach der Arbeit beschäftige ich mich dann oft mit meinem Blog, mache Grafiken für Werbung, chatte mit Lesern, pflege meine Webseite, usw.

  1. Was liest du am liebsten und liest du auch dein eigenes Buch?

Haha, nein, mein eigenes Buch lese ich nicht. Das muss man ja für die Überarbeitung zig mal lesen und ich kann ehrlich sagen, dass ich nach dem 19. Durchgang das Buch so gut kenne, dass ich es wirklich nicht mehr lesen muss! Was nicht heißt, dass es nicht lesenwert ist! *hust*
Früher habe ich gerne Serien gelesen, J. R. Wards Black Dagger, Lara Adrians Midnight Breed, das waren so die Bücher, die ich mochte und immer schon die nächsten Bände vorbestellt habe, ehe sie überhaupt rauskamen. Noch viel früher waren alle Genre außer Krimi dabei, die haben sich im Laufe meines Lebens öfter mal geändert.

Heute lese ich nur noch sehr selten. Wie oben schon erwähnt, habe ich aus persönlichen Gründen Probleme mit dem Lesen von Büchern bekommen. Etwas besser wurde es, als ich den E-Reader anschaffte, weil das eine andere Haptik ist und Erinnerungen im Zaum hält, die mir das Lesen vermiesen. Aber da ich nun selbst schreibe, habe ich nur noch wenig Zeit übrig und die, die ich habe, verwende ich, um Autorenkollegen zu unterstützen. Indie-Autoren kämpfen um jeden Leser, so wie ich selbst, und um jede Rezension. Ich gebe mir Mühe, die Autorinnen und Autoren zu lesen, die ich durch soziale Medien kennen- und schätzen gelernt habe.

  1. Wenn du dein Leben noch einmal von vorne beginnen könntest, würdest du etwas anders machen?

Auweia, das ist eine schwierige Frage und vermutlich fällt die Antwort von Tag zu Tag unterschiedlich aus. Ich bin nicht sicher, ob ich beruflich die richtige Wahl getroffen habe. Man ist jung, hat keine Lust mehr auf Schule, keine Ahnung, was man wirklich will und vor allem keine Ahnung, wie sich Beruf wirklich anfühlt. Also hört man auf die Tipps der „Erwachsenen“, die einem was von beruflicher Sicherheit und Pflichterfüllung vorbeten. Und so landete ich im öffentlichen Dienst, ziemlich unkreativ und um ehrlich zu sein auch oft langweilig. Obwohl ich schon das Glück hatte, dass ich zumindest viel zu sehen bekomme durch den Job, denn er führt mich auf Auslandsposten und lässt mich die Welt sehen, wie man sie sonst nie sehen würde. Aber manchmal denke ich eben, ob es nicht doch besser gewesen wäre, auf Sicherheit zu verzichten und etwas Kreativeres zu machen? Ich werde es nie wissen, denn der Zug ist abgefahren. Die Kreativität ist in die Freizeit verlegt worden, wo ich sie ja auch ausleben kann. Und wer weiß, ob ich sie nicht im Keim erstickt hätte, wenn ich von meiner Kreativität hätte leben müssen?

  1. Würdest du gerne in einer anderen Welt leben? Vielleicht sogar in der Welt aus deinen Büchern? (falls das Buch in einer anderen Welt spielt)

Mein Buch spielt in unserer Welt, allerdings passieren paranormale Dinge, die wir Menschen nicht erahnen. Und ja, ich wäre da gerne „Eingeweihte“. Wenn mir irgendwann mal jemand glaubhaft erklären kann, er sei Vampir, Gestaltwandler oder was-auch-immer – das fände ich grandios!
Und was die anderen Welten angeht – nein, ich glaube, ich finde unsere Welt zu schön, trotz all ihrer Schönheitsfehler, um mich in einer anderen Welt wohlzufühlen.

  1. Beschreibe dich in 3 Worten:

Ruhig, kreativ, treu.

  1. Welchen deiner Charaktere magst du am liebsten und würdest du auch mal gerne im realen Leben kennenlernen?

Ich bleibe hier mal bei Band 1, Verlorener Stern, auch wenn mein Lieblingscharakter eigentlich erst in Band 2 auftauchen wird. Aber ich will nicht zu viel verraten. 😉 Aus Band 1 hätte ich liebend gern Drakon kennengelernt, der so alt und erfahren war und sich selbst opferte, um andere glücklich zu machen. Ihn mochte ich sehr!

  1. Dein Lebensmotto oder Lieblings Zitat?

Alles im Leben hat seine Zeit, man muss den richtigen Moment nur erkennen oder die Geduld aufbringen, auf ihn zu warten.
Der Text stammt von mir, ich kann also niemanden zitieren, aber es ist das, woran ich gerne glauben möchte und womit ich mir Schicksalsschläge oder Niederlagen gerne selbst erkläre.

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2 Kommentare zu „Mona Silver im Interview

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