Bücher · Buchvorstellung · Leseprobe

Verlorener Stern – Mona Silver

10869370_961183353914766_4961419015921599535_o

Verlorener Stern, Roman
von Mona Silver

(Das Volk der Bo’othi – Band 1)

Alternativer Klappentext, weil Ihr den originalen Klappentext überall nachlesen könnt:

Philip Benett ist ein Bo’othi, doch das weiß niemand. Eigentlich weiß nicht einmal das Volk selbst so richtig, wer oder was sie sind, denn die Erinnerung an ihre eigene Geschichte starb vor vielen Jahren mit dem Mord an ihrer Fürstin. Seither leben die Bo’othi unerkannt unter den Menschen und halten sich an die wenigen Gesetze, die ihr Überleben sichern sollen. Eines dieser Gesetze verbietet ihnen Beziehungen zu Menschen, trotzdem brauchen sie Menschenkinder, um ihre Alten Seelen am Leben zu erhalten. Als Philip in der siebenjährigen Hannah sein Sternenkind zu erkennen glaubt, bringt das nicht nur das Leben des Mädchens, sondern auch das von Philip und ihrer Mutter Victoria durcheinander. Denn Victoria weckt in dem Bo’othi Gefühle, die eigentlich verboten sind. Philip nimmt den Kampf um die wahre Liebe auf und entscheidet am Ende nicht nur seines, sondern auch das Schicksal seines Volkes neu.

zitat.png

Wer genauer wissen will, wer oder was die Bo’othi sind, sollte mal meinen Blog besuchen: Zum Blog

Leseprobe aus meinem neuesten Manuskript „Verlassener Stern“, Band 2 der Bo’othi Reihe:

Hin und wieder erlaubt es die Geschichte, eine Nebenfigur vorzustellen, deren Lebenslauf für den Haupterzählstrang des Buchs nicht wegweisend ist, trotzdem aber den Menschen im Buch greifbarer, farbiger macht. Dieser Auszug verrät nichts über den Verlauf der eigentlichen Geschichte, hilft aber dem möglicherweise interessierten Leser neben Schreibstil auch den Hintergrund, vor dem die Geschichte sich abspielt, näherzubringen. Die Szene ist unlektoriert und vielleicht hier und da noch etwas holprig, also seid nicht allzu kritisch. 🙂

Kapitel 33 – Verlassener Stern

Die heruntergekommene Gegend, die fast ausschließlich aus notdürftig geflickten Holzreihenhäusern, ungepflegten Vorgärten und kläffenden Hunden zu bestehen schien war wenig einladend. Die wenigen Menschen, die draußen zu sehen waren, wirkten verwahrlost, ihre Blicke verschleiert. Charlie sah sich traurig um, die hier herrschende Armut war nicht ausschließlich das Ergebnis der Firmenpolitik von MMC, aber sie trug dazu bei, es noch schlimmer zu machen. Je mehr Menschen ihre Arbeit verloren, umso mehr würden am Ende hier landen. Im Tal der Hoffnungslosigkeit. Ein alter Mann saß auf einer Bank in der Sonne und beobachtete sie auf ihrem Weg zurück zu ihrem Auto.

Sehen Sie sich ruhig um, junge Frau“, rief er. „Das ist die Zukunft Amerikas!“ Es folgte eine Schimpftirade auf die Reichen und Mächtigen, die Volksverdummung durch Fernsehen und Medien und wie viel besser alles in seiner Jugend gewesen war. Charlies erste Regung war Abscheu. Abscheu gegen seine schmutzige Erscheinung, dem Geruch nach altem Mann, der ihn umgab und gegen seine Frustration, die er ohne Widerstand zu akzeptieren schien. Sie blieb stehen und zwang sich dazu, sich in ihn hineinzuversetzen. Wie erwartet belohnte Ma’aghor sie mit der inzwischen vertrauten Übelkeit, dem sichersten Zeichen dafür, dass die Abscheu nicht von Charlie selbst ausging. Entschlossen setzte sie sich neben den Mann, der sie verwundert ansah. Offenbar war er daran gewöhnt, dass ihn die Menschen ignorierten.

Haben Sie früher in den Minen gearbeitet?“, fragte Charlie und lächelte ihn an. Er nickte bedächtig.

Mein Vater hatte eine Ranch, aber die lief nicht gut. Unsere Rinderherde wurde von einer Seuche heimgesucht und wir verloren alle Tiere. Wir hatten kaum genug Geld, wenn alles in Ordnung war, doch das war eine Katastrophe. Etwa zu der Zeit kam die MMC und bot uns Geld für unser Land, wo sie eine Mine eröffnen wollten. Mein Vater verkaufte und die ganze Familie fand Arbeit in der Firma. Es ging uns eine Weile sehr gut.“ Charlie betrachtete schweigend seine schwieligen Hände, die um den Stock geschlungen hatte, den er zum Gehen brauchte.

zu ihrer Amazon Seite

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s