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Autorenmonat – Buchvorstellung: “ Freundschaft oder weil Einhörner keine Regenbögen pupsen“ von Sabine Niedermayr

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Die letzten Tage der Sommerferien sind angebrochen und drohen für Mario in einer Katastrophe zu enden. Während seine Freunde noch ihren Urlaub genießen, muss er zu Hause sitzen und langweilige Erwachsenengespräche ertragen. Das ändert sich allerdings, als ein magisches Wesen plötzlich in sein Leben stolpert und alles gehörig auf den Kopf stellt. Ein dreckiges und ungehobeltes Einhorn, das der glitzernden Heimat den Rücken kehrt, um abseits von Fröhlichkeit und Gesang nach seinem Glück zu suchen. Gemeinsam erleben die beiden aufregende Abenteuer und hecken lustigste Streiche aus, entdecken dabei, wie ähnlich sie sich eigentlich sind. Aus Sympathie wird Freundschaft und für Mario die beste Zeit seines Lebens.

Die liebe Sabine hat mir auch noch eine Leseprobe für euch mitgeschickt…

„Guck mal…”, höre ich ein Kichern von der Seite und drehe mich zu Fred, der hinter der Scheibe eines geöffneten Fensters steht. Die Nase und Zunge platt dagegen gedrückt, schielt er durch das Glas, und ich verschlucke mich an meiner eigenen Spucke, derart blöd sieht das aus.
„Fred! Lass das!”, lache ich und stütze mich auf die Schaufel, um nicht umzufallen.
„Wieso?”, kichert das Einhorn und zieht Kreise mit der Zunge, dass sich erste Spuren seines Sabbers über die Fläche verteilen.
In dem Moment wird mir etwas klar und ich genieße es ihm noch ein Weilchen zuzusehen, bevor ich mehr als amüsiert zu bedenken gebe: „Du weißt schon, dass das die Außenseite ist und du gerade den Fliegenschiss ableckst?”
Augenblicklich hält Fred inne und lässt seine Augen hinunter zur Nase wandern, bevor er blitzartig zurückspringt und zu spucken beginnt.
„Igitt! Weshalb sagst du mir das erst jetzt?”, schreit er angewidert.
Ich kann nicht mehr, schaue ihm nur prustend beim Herumhüpfen zu, wie er Sekunden später den halben Kopf mit Schwung in die Regentonne neben dem Haus steckt, dass dabei das Wasser in einem Schwall über den Rand läuft. Lautstark versucht er mögliche Tierbeine oder Insektenteile auszuspülen, was ihm dank der nicht minder sauberen Regentonne kaum gelingen dürfte.
Da erstarrt Fred plötzlich mitten in der Bewegung, hebt sein Haupt und sieht mich an, wie niemals zuvor.
„Ach komm, das war doch lustig”, flüstere ich mit fast ängstlicher Erwartung und grinse entschuldigend.  Ich habe seine Worte im Wald nicht vergessen und früher oder später würde er mir auch einen Streich spielen, da bin ich mir sicher.

Eure Hermine

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