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Blitzlichtgefühle – Vanessa Fuhrmann

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BLITZLICHTGEFÜHLE

Klapptext: Felizia ist 16, schüchtern und voller Selbstzweifel. Ein Filmcasting verändert alles. Sie erhält die Hauptrolle in einem Hollywood-Film und verliebt sich in den Hauptdarsteller, der nicht nur ihr Vater sein könnte, sondern das genaue Gegenteil von ihr ist, ein skandalumwitterter Bad Boy mit Alkohol- und Drogenproblemen. Ihre Liebe zueinander ist überwältigend, tief, aufrührend. Doch wird sie im Gewitter der Blitzlichter und den Berichten der Klatschpresse bestehen? Der Debütroman von Vanessa Fuhrmann erzählt ein modernes Aschenputtel-Märchen. Ob es gut endet? Und was macht es aus Felizia?

Leseprobe – Prolog

~ Christopher ~

Im Jahr 1996

»Scheiße«, fluchte ich, mir die Haare raufend. Überall auf dem Boden lagen zertrümmerte Teile der Luxussuite. Zerbrochene Flaschen und Gläser übersäten den Boden und ich musste aufpassen, nicht in irgendeine Scherbe zu treten. Als ich vorsichtig einen Schritt nach vorne machte, landete ich stattdessen in einer klebrigen Flüssigkeit, die eindeutig aus einer der Flaschen stammen musste. Der beißende Geruch von Alkohol waberte durch das Zimmer und ich riss das Fenster auf, um endlich wieder klar atmen zu können. Mein Kopf tat höllisch weh und brummte wie ein gigantischer Hummelschwarm.

Was war gestern Nacht passiert? Nur sehr dunkel konnte ich mich an die Geschehnisse erinnern. Ich hatte noch die Tabletten vor Augen, die ich mit irgendeiner blonden Tussi geschluckt hatte, kurz bevor ich mit ihr wohl ins Bett gesunken sein musste, denn das war völlig ruiniert. Kleidungsstücke lagen auf dem Boden und der Vorhang des Himmelbettes samt Stange war heruntergerissen worden. »Muss wohl eine wilde Nacht gewesen sein«, sagte ich zu mir selbst, fischte meine Jeans vom Boden und zog sie etwas unbeholfen an. Meine Boxershorts blieben unter einer umgestoßenen Kommode liegen. Danach suchte ich mein Handy und tippte eine Nummer ein. »John?!«, schrie ich in das kleine Gerät. »Wo zum Teufel steckst du? Ich kann mich an nichts mehr erinnern. An nichts mehr, hörst du … NICHTS!«

»Wo ich bin? Unten am Eingang des Hotels.«

»Du bist mein Bodyguard verdammt, dann hast du auch immer in meiner Nähe zu sein, vor allem, wenn ich irgendwelche Drogen schlucke und mir zwanzig Flaschen Hochprozentiges auf mein Zimmer bestelle«, bellte ich.

»Tja, Chris, ich versuche gerade dich aus dem Schlamassel zu holen, den du ganz alleine angerichtet hast«, erwiderte John ruhig.

Ich seufzte genervt. »Was ist los, ich will dir nicht alles aus der Nase ziehen müssen.« Meine Laune war an diesem Morgen sowieso schon schlecht, ich konnte mich jetzt nicht mit dem Humor meines Leibwächters herumschlagen. Ich wusste nur zu gut, dass er bei jeder Gelegenheit versuchte, mit mir in irgendeiner Weise Scherze zu machen, aber das sollte er lieber tun, wenn ich genauso gut gelaunt war wie er.

»Christopher, wenn du es unbedingt wissen willst … Mir halten gerade gefühlte tausend Journalisten Mikrofone vor den Mund, während ich sie daran zu hindern versuche, das Hotel zu stürmen. Außerdem sind vor etwa fünf Minuten einige Polizeiwagen hier vorgefahren und es sieht nicht so aus, als wären das nur getarnte Paparazzi.«

Mir blieb die Antwort im Hals stecken. Mein Gehirn ratterte. Jetzt hatten sie wieder etwas gefunden! Diese hungrigen Geier! Sie versuchten es immer wieder, waren geduldig und warteten nur darauf, dass ich mich skandalös verhielt, um diese Neuigkeit dann wie ein Lauffeuer und völlig verdreht auf der ganzen Welt zu verbreiten. Es reichte schon aus, wenn ich die Nacht bei einem weiblichen Promi verbrachte und am nächsten Morgen wusste es jeder, selbst mein unscheinbarer Nachbar Mr. Smith.

»Bist du noch dran Chris?«

»Ähm … klar. Wie ernst ist die Lage? Kannst du mich da irgendwie rausbekommen?«

Ich konnte beinahe hören, wie John den Kopf schüttelte. »Diesmal hast du es wirklich zu weit getrieben. Ich komme hier nicht durch und habe auch keine Lust, mich mit Polizisten zu prügeln.« »Scheiße«, kommentierte ich. Da klopfte es auch schon an meiner Zimmertür. »Christopher Devaney, bitte öffnen Sie!.«

»Vergesst es«, schnauzte ich die Tür an.

»Sonst müssen wir leider aufbrechen«, kam es von der anderen Seite. Ich schwieg und fixierte die Tür. Es dauerte nicht lange, da wurde sie tatsächlich von einer Horde Polizisten aufgebrochen. Entschlossen stand ich da, meine Brust hob und senkte sich gleichmäßig. Wann war die blonde Tussi eigentlich abgehauen? Bestimmt gleich am Morgen, damit ich die Schuld allein zu tragen hatte. Verdammte Weiber!

»Bitte legen Sie Ihre Hände auf den Rücken!«, befahl einer der Polizisten, sicherlich der Chef der Truppe. Ich tat wie geheißen. Auf einmal hatte ich keine Kraft mehr zu kämpfen. Das musste an dem ganzen Alkohol und den Tabletten liegen. Mein Kopf begann wieder zu brummen. Hätte auch gar keinen Sinn mehr zu kämpfen. Ich hatte schon längst verloren, seit meiner erste Filmrolle.

Die Polizisten kreisten mich ein, dann klickten die Handschellen.

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Zusammenfassung:

Mein Debütroman „Blitzlichtgefühle“ schreibe ich aus der Sicht meiner beiden Protagonisten Felizia und Christopher. Beide sind Gegenteile – Felizia ist schüchtern, Christopher dagegen schon erwachsen, allerdings hat er viele Probleme mit seiner eigenen Vergangenheit.

Felizia wird in ihrer Schulklasse gemobbt und möchte deswegen ihren Klassenkameraden beweisen, dass sie auch anders kann und bewirbt sich bei einem Filmcasting – dort am Drehort stoßen die beiden Charaktere dann aufeinander und sie verlieben sich ineinander, trotz eines gewaltigen Altersunterschiedes. Doch durch den Filmdreh kommen auch Gefahren auf die beiden hinzu – Presse, Paparazzi, Fans.

Ich würde das Buch als eine sehr ungewöhnliche Liebesgeschichte beschreiben, in der es aber auch um andere Dinge geht, wie Freundschaft oder einfach, sich selbst zu finden. Außerdem endet es, wie der Leser es vielleicht nicht erwartet, aber ich möchte nicht zu viel verraten …

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